Blu-Ray Start: DE 26.04. 2013
Regie: Atsushi Takeuchi
Genre: Sci-Fi, Animation, Action,
Produktionsland: USA, Kanada, Japan
@ 2013-05-19 – 21:29:48
Blu-Ray Start: DE 26.04. 2013
Regie: Atsushi Takeuchi
Genre: Sci-Fi, Animation, Action,
Produktionsland: USA, Kanada, Japan
@ 2013-05-19 – 14:25:15

“We call them Engineers.” “ Engineers? Do you mind...telling us what they engineered?”
“They engineered us.” -
Ein Konstrukteur / Schöpfer (?), eine Petrischale, eine fremdartige, dunkle Essenz (tödliche Lebensform), ein folgenschweres Missgeschick / oder die gewollte Konstruktion / Schöpfung (?) und der Anbeginn der menschlichen Zivilisation: schon in der Vergangenheit fühlte sich Regisseur Ridley Scott in seinen Filmklassikern “Alien” und “Blade Runner” stets den ganz wichtigen (zwischen)menschlichen Themen und großen Fragen (woher kommen wir, wohin gehen wir, was macht Menschlichkeit aus, besitzen wir eine Seele, wie klein wirkt der Mensch im Zuge seiner Existenz und der unendlichen Größe und Gefahren des Alls gegenüber) verhaftet und beantwortete letztere Dinge stets in einem akzeptablem Rahmen zur Zufriedenheit des Science Fiction / Horror affinen Publikums, ließ hin und wieder aber auch etwas wohltuenden Raum für Eigeninterpretation/ Diskussionsrunden offen.
Aber damit natürlich nicht genug...Denn dem treuestem Genre Puristen dürfte wohl genau wie Ridley Scott die Antwort nach der Frage unter den Nägeln brennen, welchen Ursprung der legendäre “Space Jockey” und H.R. Gigers “Alien” nach über 30 Jahren Filmgeschichte bis heute besitzen. Und zumindest beantwortet “Prometheus” diese in einem sehr überschaubarem Rahmen. Woher kommen wir also?
“What's that on its head? It's a new cell. In state of change. Changing into what?” -

Um Leben erschaffen zu können brauchten unsere Konstrukteure / Schöpfer (?) etwas, wodurch sie sterben und die Schöpfung per DNA- Freigabe erst auslösen konnten, man benötigte quasi einen (bekannten) Parasiten / Krankheitserreger. Dieser geriet aber zunehmend außer Kontrolle und löschte die Konstrukteure / Schöpfer (?) nach und nach aus, obwohl dieser im nachhinein für etwas ganz anderes eingeplant wurde... Denn die Menschheit darf einfach nicht existieren, denn entweder erweist sie sich als unfreiwillig ins Leben gerufenes, peinliches Spiegelbild der in “Prometheus” dargestellten Konstrukteure.... Oder die Menschheit ist den Konstrukteuren / Schöpfern (?) ein Dorn im Auge, da diese auch negative Charakter Eigenschaften zeigt, wenn sie danach strebt mehr zu sein, als sie ist und sich mit den Konstrukteuren (Schöpfern ?) auf eine existenzielle Ebene stellen möchte...Und am Ende aller Geschehnisse in “Prometheus” bleibt nur eine Lebensform als Werkzeug / biologische Waffe der Konstrukteure / Schöpfer (?) übrig, welche(s) deren o.a. Willen in die Tat umsetzt... Aber das ist wiederum eine bereits bekannte, brillant inszenierte Geschichte : “Alien - das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt...”

“The trick, William Potter, is not minding that it hurts.” -
Schnitt: dem Geheimnis der Konstrukteure / Schöpfer (?) bzw. “Der Schöpfung selbst” sind Dr. Elizabeth Shaw (überzeugend: Noomi Rapace) und Charlie Holloway (solide: Logan Marshall-Green) per Höhlenforschung auf der Spur. Schnitt: per Kubrik artiger “2001 - A Space Odyssey " Reminiszenz (vom Knochen zum Menschen im All) verlagert Ridley Scott den Handlungsort ins All und zum Forschungsschiff “Prometheus” selbst. Kenner diverser Science Fiction Filmklassiker wissen natürlich, was in den nächsten 120 Minuten Laufzeit folgend wird, nebst Einführung sattsam bekannter Quasi Institutionen wie ausbeuterischer, kapitalistischer “ We are building better worlds” Charaktere...
Horror, Ekel, Spannung, Dramaturgie, fiese Intrigen und plötzliche Wendungen: Ridley Scott setzte eins mit seinem Filmklassiker “Alien” und dessen so wichtigen Inszenierungsaspekten Maßstäbe innerhalb des Science Fiction Genres. Nur leider erweisen diese selbst “gesetzten” Maßstäbe in “Prometheus” diesmal als nicht zu umschiffendes Manko, denn zu keiner Zeit ist Rildey Scott in der Lage seine eigenen Standards neu zu definieren, ja er bedient das Genre, welches er einst selbst definierte, jetzt nur noch, er spielt mit diesem wie auf der Klaviatur der Emotionen des Publikums, muss sich seinen gesetzten Standards in qualitativer Hinsicht teilweise sogar deutlich geschlagen haben, was vielleicht auch damit zu tun haben könnte, dass das diesmal vorliegende “Creature Design” in “Prometheus” sich nicht als ganz so originell kreiert erweist, wie man es eigentlich erwartet hatte, nachdem die ersten Trailer von “Prometheus” einen auf Grund der hohen handwerklichen Qualität zu recht bleibenden Eindruck hinterließen. H.R. Giger sagte einst: “When I did the Facehugger first, i did an enormous thing... it was just ridiculous, it wasn´t scary...” ... Warum wurde im Angesicht dieser Aussage beispielsweise die künstlerische Entscheidung gefällt, das gen Ende von “Prometheus” ein Konstrukteur / Schöpfer (?) einem übergroßem, monströsem “Ur-Facehugger” zum Opfer fällt, welcher eher an einen zu “zu” primitiv geratenen Calamari mit Zähnen und daher an “Creature Horror” aus den tiefer gelegten Videotheken Regalen erinnert? Leider scheint das für Ridley Scott zuständige“Art Department” sehr überzeugt gewesen zu sein, solch einen künstlerischen Entscheid fällen zu müssen...
Nun ja... Manche Entscheidungen bleiben halt schwer nachzuvollziehen. Andersherum gibt es in “Prometheus” widerum fantastische Sets / Locations zu bestaunen, beispielsweise wenn Michael Fassbender als überzeugend gespielter Androide “David” alleine dem Geheimnis der Konstrukteure / Schöpfer (?) auf den Grund geht und eine Entdeckung biblischen Ausmaßes macht...
Und vor allem in Sachen Spannung / Dramaturgie erweist sich Ridley Scotts über 30 Jahre alter Klassiker “Alien” nach wie vor als unschlagbar in Szene gesetzt. Man kann Ridley Scott beileibe nicht vorwerfen, “Prometheus” ohne den nötigen Esprit / Willen zur inszenatorischen / handwerklichen Perfektion in Szene gesetzt haben zu wollen. Nur leider erreichen die meisten Niedergänge der Protagonisten niemals den künstlerischen Stellen- bzw. für den Zuschauer memorablen wert bekannter (Todes) Momente unvergessener Figuren wie Kane, Brett, Ash oder gar Dallas... Alleine wenn es in “Prometheus” allmählich zur unausweichlichen Katastrophe kommen muss, schwingt sich Ridley Scott zu alter inszenatorischer Klasse auf und schafft einige überzeugende bzw. sehenswerte Passagen, z.B. Holloways Verbrennen, Shaws schmerzhafte Geburt des Ur-Facehuggers und eine weitere, handfeste Überraschung... Als enttäuschend ist jedoch wiederum zu erachten, das z.B. Fifield ursprünglich, nach dem er mit der schwarzen, angesprochenen Substanz (Lebensform) in Berührung gerät, zu etwas gänzlich anderem als in der Endfassung vorgesehenem mutieren sollte... Fans der ersten Stunde wissen natürlich was gemeint ist (Siehe die alternativen, entfallenen Szenen auf der Blu-Ray Disc)... Und werden darüber wieder nur den Kopf schütteln / aus diesem Grunde frustriert zurück gelassen bleiben.
“ There is... nothing. I know. Have a good journey Mr. Weyland.” -

Ridley Scott gibt sich wirklich unübersehbar alle Mühe, “Prometheus” über die komplette Laufzeit von 124 Minuten die notwendige inszenatorische Klasse zu verleihen. Das es natürlich nicht zur Gänze funktionieren kann, liegt vor allem am Missverständnis von Autor Damon Lindelof, welchem Genre “Prometheus” eigentlich zu zuordnen ist. Führt man sich dessen Audiokommentar zu “Prometheus” mit Hilfe der vorliegenden Blu-Ray Disc im O-Ton zu Gemüte, vernimmt man doch einige irritierende Aussagen in Bezug auf die (Aus)Gestaltung der Geschichte / des Scripts von “Prometheus...” Lindelof ließ sich offensichtlich von Christopher Nolan und dessen Mindfuck Thriller “Inception” inspirieren / zu sehr beeindrucken, als es darum ging, eine adäquate Story-Line für “Prometheus” zu kreieren, welche dem Publikum mehr Fragen als Antworten bieten sollte...Vor allem, wenn Ridley Scott in den allerletzten Minuten seinem “Alien-Universum”, in welchem “Prometheus” spielt, eine neue Konstante nach bereits bekannten / etablierten Kreaturen wie Chestburster, Facehugger und Alien hinzufügt, nämlich das sogenannte “Deacon” als Ur-Form des ausgewachsenen Aliens...
Die Frage an Damon Lindelof lautet: in welchem Genre bewegt man sich mit “Prometheus” eigentlich, was ist eigentlich in Damon Lindelof gefahren, als er ein, so absurd es klingen mag, Science-Fiction Horror “Mindfuck-Thriller” Crossover geplant hatte? Über manche Dinge sollte man besser den Mantel des Schweigens hüllen... Sicherlich kann man Damon Lindelofs Aussagen nachvollziehen, das Ridley Scott in “Prometheus” nicht jeden erzählerischen Aspekt “Zu Grabe” tragen sollte... Aber die wichtigsten Fragen sollte man halt auch nicht unbeantwortet lassen, so wie es in “Prometheus” jetzt nun einmal der Fall ist... ETWAS mehr, nicht zu viel an Aufklärung und bestimmter Fakten / Hintergründe inklusive weniger pseudo-religiös inszenierter Momente (Shaws Kreuz) hätte dem Publikum sicherlich nicht geschadet...Und es gen Ende zwecks gewiefter Marketingstrategien des zuständigen Filmstudios nicht unbefriedigt zurückgelassen. Ridley Scotts “Prometheus” fehlt es am Ende einfach ein klein wenig an der nötigen, inhaltlichen Substanz, zu anregenden Diskussionen fehlt es gen Ende ebenso an weiteren, installierten Metaebenen (Ridley Scotts Meisterwerk “Blade Runner” beispielsweise bleibt unerreicht, Christopher Nolans “Inception” ebenso ). “Prometheus” erweist sich nach zwei Sichtungen bereits als komplett entschlüsselt...Leider...

“The answer is irrelevant. Does it matter why they changed their minds? Yes. Yes it does.”
I don't understand. Well... I guess that's because I'm a human being, and you're a robot.” -
Dafür entschädigen das erstklassige Production Design von Arthur Max (“Gladiator”), eine über weiten Teilen doch ansprechende Inszenierung und die erstklassig aufspielenden Darsteller...Marc Streitenfelds Score erweist sich hingegen als ausbaufähig (teilweise erstklassig, teilweise unpassend, etwas zu pathetisch und manchmal zu aufdringlich in der kompletten Tonarie...)
“Prometheus” offenbart sich weder als allzu schlechtes, am Ende überragend inszeniertes Werk und dürfte zumindest für beinharte Fans des “Alien” Universums Dank Noomi Rapace´s inszenierter Not OP und der letzten 10 Minuten Laufzeit im Gedächtnis haften bleiben....
Ridley Scott beweist mit “Prometheus” noch einmal, welch großer Künstler er eigentlich ist, wenn er sich Dank angesprochener, letzter Aspekte noch einmal vor dem Publikum verneigt und dieses in alten Erinnerungen an seine “Klassiker” schwelgen lässt...
Am Ende bleibt ein “immerhin” sehenswerter Film übrig...
Wertung: 7/10 Punkte
@ 2013-05-01 – 12:42:30
Kinostart: DE 30.05 2013
Regie: Todd Philipps
Cast: Bradley Cooper u.a
Genre: Komödie
Produktionsland: USA
@ 2013-05-01 – 11:26:46
Kinostart: DE 01.05 2013
Regie: Shane Black
Cast: Robert Downey Junior, Gwyneth Paltrow, Ben Kingsley u.a
Genre: Sci-Fi, Action, Thriller
Produktionsland: USA
@ 2013-05-01 – 10:49:01
Kinostart: DE 09.05 2013
Regie: J.J Abrams
Cast: Chris Pine, Simon Pegg, Zoe Saldana u.a
Genre: Sci-Fi, Action, Thriller
Produktionsland: USA
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